Gelungene Fachveranstaltung am Kunststoffcampus Bayern

Leiterplatten-Herstellung der Zukunft

Bei der Fachveranstaltung „Leiterplatten-Generierung durch Direktmetallisierung“ am Kunststoffcampus in Weißenburg haben am 19. April 2016 fachkundige Dozenten neuartige Verfahren zur Herstellung von elektrischen Leiterplatten vorgestellt. Auf dem Forschungs- und Entwicklungsfeld wollen die Hochschulen Ansbach und Deggendorf mit führenden Herstellern zusammenarbeiten. Die Veranstaltung erfuhr sehr große Resonanz.

Rund einhundert internationale Besucher nahmen an dem Fachforum unter der Leitung von Prof. Dr. Alexandru Sover teil. 53 Unternehmen waren vertreten, von denen rund zwei Drittel aus der Wirtschaft und ein Drittel aus der Forschung stammen.

Die vorgestellten Ideen zielten insbesondere auf die umweltfreundliche, flexible und wirtschaftlich effiziente Herstellung von Leiterplatten ab. An diesen Themen zeigten auch die Teilnehmer großes Interesse.

„Ich fand die Themenauswahl sehr, sehr interessant. Vor allem die Vielseitigkeit der Themen war sehr gut. Es war sehr kurzweilig, das heißt es war auch sehr informativ. Man hat es von verschiedenen Blickpunkten, verschiedene Perspektiven gesehen.“

Sven Watzke, Gentherm GmbH

Wissenschaftler und Unternehmen verschiedener Branchen kamen so ins Gespräch: Darunter Leiterplattenhersteller wie das regional ansässige Unternehmen LPKF, Hersteller von Komponenten und Maschinen zur Leiterplattenproduktion, wie zum Beispiel die regional ansässigen Unternehmen Eckart und RF-Plast und Hersteller elektronischer Produkte, wie beispielweise der Leuchtenhersteller OSRAM.

Anschauliche Demonstration

Nach vielen interessanten Vorträgen folgte der letzte Programmpunkt: eine Führung und Demonstration des Technikums auf dem Kunststoffcampus. Dort bauen die Hochschulen Ansbach und Deggendorf ein gemeinsames Technologie- und Studienzentrum auf. In Zusammenarbeit mit kunststoffverarbeitenden Unternehmen werden dort Produktionstechniken weiterentwickelt und neue Werkstoffe erprobt.

„Besonders gut gefallen hat mir, dass man gesehen hat, wo alles anfängt und wo es aufhört. Also die Technologie quasi vom Spritzguss über die Plasmasierung bis zum Endprodukt zu ha ben, das fand ich am allerbesten – dass alle Prozessschritte hier vertreten waren.“

Anne Berndanner, RF-Plast GmbH

Alles in allem zeigten sich sowohl die Veranstalter als auch die Gäste sehr zufrieden mit dem lehrreichen Tag.  Einige der Teilnehmer werden auch schon bald zum Technikum zurückkehren: In den nächsten Monaten wollen die beiden Hochschulen zusammen mit sechs führenden Herstellern eine Pilotlinie für die Leiterplattenherstellung entwickeln. Ziel ist es, das Zusammenspiel der Herstellungsschritte zu optimieren.

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